Der gute Mensch von WARTE11: „Heimatgefühle“ in den Spreewerkstätten

Warte11

Foto: WARTE11

Heimat, was ist das eigentlich? Gerade heutzutage, wo laut UNO-Flüchtlingshilfe mehr als 60 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht sind. Das fragt sich das Duo WARTE11 (Lea Langenfelder, Nils Kirchgeßner), das in Berlin die Performance „Heimatgefühle“ vom fünften bis zum achten Mai in den Spreewerkstätten in Mitte zeigte.

Nach einem Glas Wein im Foyer zu „Heimweh nach dem Kurfürstendamm“ der Knef, was immer ein heimeliges und für mich ungreifbares Gefühl des Westberlins der 60er auferstehen lässt, wird das Publikum in den Saal gelassen, der mittels Baustrahlern in ein surreal-überhelles Licht getüncht ist, das von goldenen Rettungsdecken reflektiert wird. Die Rauminstallation mit Holzbänken stammt von Marina Sylla und Florian Hauß (+Kollektiv), die Technik von Sebastian Arnd. Im Bankkreis sitzt man um die beiden Performer, die sich während der ca. 45-minütigen Performance mehrmals annähern und abstoßen, sich angrinsen oder panisch betrachten, das Publikum betrachten. Das Publikum selbst kann sich durch die Sitzanordnung ebenso im Auge behalten wie die Performer, während man sich fragt: Was sind Heimatgefühle, wenn man sie durchdekliniert?

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