GEWONNEN! VERLOSUNG: Jeweils 2 Freikarten für „Demetrius/Trollfabrik“ und „House of Hope“ im Theaterdiscounter

UND ES HABEN GEWONNEN:

2 x „House of Hope“ am Freitag, den 11. März = Frederike
2 x „Demetrius“ am Mittwoch, den 16. März = Claudia

Sagt einfach am Theaterabend Euren Namen an der Kasse. Viel Spaß im Theaterdiscounter! Wir freuen uns über die diesmal ganz außerordentlich sensationelle Beteiligung und sagen SORRY an alle die leer ausgegangen sind. Bleibt uns trotzdem treu und macht wieder mit, wenn’s das nächste Mal Freikarten gibt.

Und darum ging’s:

Es gibt wieder etwas zu GEWINNEN. Wir verlosen jeweils 2 Freikarten für „House of Hope“ am Freitag, den 11. März und für „Demetrius/Trollfabrik“ am Mittwoch, den 16. März. Beide Aufführungen finden um 20 Uhr im Theaterdiscounter statt.

Worum geht’s in den Stücken?

In „House of Hope“ mischt sich die Performancegruppe post theater  in den Kampf um Wohnraum ein, der in der neoliberalen Großstadt tobt: Wie könnte die bessere Stadt der Zukunft aussehen? Für die Klosterstraße wird ein Wohnturm der Superlative als Heimat für alle Bevölkerungsgruppen entworfen. Auf einem begehbaren Spielfeld entfaltet post theater Fakten und Fiktionen zur Wohnungsfrage und behauptet: „Ein House of Hope ist vorstellbar“!
Mehr Infos findet Ihr hier.

In „Demetrius/Trollfabrik“ begibt sich Regisseur Georg Scharegg mit Schillers Demetrius auf Stoffsuche in Nachrichtenbildern und Waffenarsenalen der gegenwärtigen Informationskriege Weiterlesen

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Ein blassblauer Geist auf grauem Untergrund. In der Pilotveranstaltung der Reihe “Fearless Speech“ am HAU setzt sich Alex Demirović mit dem Foucaultschen Parrhesia-Begriff auseinander.

img_0608Gedämpftes Raunen erfüllt den brechend vollen Saal des HAU1. Der Flyer zur heutigen Veranstaltung – himmelblaue Schrift auf glänzend grauem Untergrund – raschelt verheißungsvoll in meiner Hand. Na gut, das ist vielleicht etwas übertrieben. Aber doch spricht schon der große Andrang dafür, dass an den Abend bestimmte Erwartungen geknüpft sind. Neben mir werden enthusiastisch Selfies gemacht. Und ja, auch ich habe den Termin schon vor Wochen in meinen Kalender eingetragen. Trotzdem weiß ich selbst keine unmittelbare Antwort darauf, worin meine Erwartungen eigentlich bestehen. Es geht also um Foucault. Der ist übrigens auch dem Flyer dabei abgebildet, wie er – den Kopf im Nacken – in ein Megaphon brüllt. Ein blassblauer Geist auf grauem Hintergrund.

Hierin liegt erst mal nichts Weltbewegendes, schließlich ist Foucault zumindest in den Geisteswissenschaften nach wie vor omnipräsent, um seine Diskursanalyse ist hier nicht herumzukommen, wohingegen die klassische marxistische Philosophie und die kritische Theorie mehr und mehr an den Rand gedrängt werden.

Wenn sich aber all diejenigen, die hier versammelt sind, jederzeit in eine Foucault-Vorlesung setzen können, wie lässt sich dann die gesteigerte Erwartungshaltung erklären, die unterschwellige Aufregung, die meinem Eindruck nach im Saal herrscht? Vielleicht liegt es daran, dass es sich bei dem Vortragenden um Alex Demirović handelt, einen Alt-68er, der immerhin noch als „echter“ Marxist zu begreifen ist und im Wissenschaftsbetrieb eine gewisse Underdog-Position inne hat.

Oder liegt es am Theater selbst, welches in uns die Erwartung weckt, dass hier etwas anderes als ein „bloßer“ Vortrag stattfinden wird? Weiterlesen

„Er war Elektra, der Vater war Elektriker.“ Die Legende von Dimi und Ela im TAK Theater im Aufbau Haus

They fuck you up, your mum and dad.
They may not mean to, but they do.
They fill you with the faults they have
And add some extra, just for you.

…beginnt Philip Larkins charmantes Gedicht This Be the Verse. Die Vererbung des Scheiterns, der Makel, Ticks und Tragödien, die Umklammerung des eigenen Lebens durch fremde Vergangenheit – dieses literarische Dauerthema zieht sich auch durch Sarah Amanda Dulgeris’ Text Die Legende von Dimi und Ela, der am 19.2. als szenische Lesung im TAK zu hören war und dem eine nochmalige Theateradaption sehr zu wünschen ist. Das Stück erzählt die Geschichte eines Paares, das sich Mitte der 1970er Jahre auf dem Alexanderplatz findet: Die Ostberlinerin Ela wird von einer Freundin dorthin geschleppt, Dimi kommt aus Westberlin, um Schmuggelware zu verkaufen. Als Sohn griechischer Exilanten mythologisch gefirmt erkennt er in ihr seine Eurydike, die Legende beginnt wie jede Legende: Er bietet ihr eine Zigarette an – „und Feuer, damit sie entflammt“.

Schon folgen wir den beiden (behutsam und konzentriert gespielt von Maximilian Rösler und Dulgeris selbst) durch einen so dermaßen verliebten Sommer, das man die unterdrückten Jauchzer des Publikums förmlich spüren kann. Doch der Bösewicht erscheint Weiterlesen

GEWONNEN! VERLOSUNG: „Die Legende von Dimi & Ela“ im Theaterdiscounter

Jeweils 2 Freikarten gehen an Katrin und Linn. Herzlichen Glückwunsch!
Wir freuen uns wie immer über eine hohe Beteiligung und wünschen viel Spaß beim Stück!

Euer
Unruhe im Oberrang

Immer auf dem neuesten Stand bleibt Ihr außerdem auf Facebook und Twitter. Unter dem Hashtag #freikartenberlin gibt’s immer Neuigkeiten zu Verlosungen in Berlin.

Und darum ging’s:

Es gibt wieder etwas zu GEWINNEN! Weiterlesen

VORSCHAU: 6 x Februar im Zeichen des Affen?

Es gibt für all die guten Vorsätze an Silvester ja immer noch eine zweite Chance: das chinesische Neujahr. Am 8. Februar hat das Jahr des Feuer-Affen begonnen, das u.a. für unerwartete Veränderungen steht. Als pyromanisch-undomestiziertes Blog erfüllt uns das mit Vorfreude.

In der zweiten Februarhälfte sind uns sechs Inszenierungen aufgefallen, die, eigenwillig, neugierig und selbstbewusst, nach den Qualitäten des Affen klingen. Weiterlesen

Ein Ballett in einem Akt – „Schönheitsabend“ von Florentina Holzinger und Vincent Riebeek in den Sophiensaelen

Als „provokantestes Tanzpaar Europas“ werden Florentina Holzinger und Vincent Riebeek von der künstlerischen Leiterin der Sophiensaele, Franziska Werner, angekündigt. In den drei Akten: „Tänze des Lasters“, „Tänze des Grauens“, „Tänze der Ekstase“ will sich das Duo mit queeren Tanzpaaren aus dem frühen 20. Jahrhundert auseinandersetzen und so unter anderem neue Schönheitskonzepte entwickeln. Weiterlesen

VORSCHAU: Was rumort im Juni?

Der Sommer ist endlich da. Dem Reflex, der Arbeit fernzubleiben, zu streiken, Schule oder Uni schwänzen, in der Sonne zu faulenzen, sind oft Grenzen gesetzt: Immer mehr Menschen geben an, keine Zeit mehr zum Streiken zu haben, da sie so viel zu tun hätten. Aber dann in der Freizeit auch noch ins Theater zu gehen, statt sich mit ’ner Molle an den Landwehrkanal zu setzen oder einfach mal auf dem Tempelhofer Feld ’ne Drohne steigen zu lassen, scheint nicht so plausibel.

Open-Air-Theater

Das Problem ergibt sich aber gar nicht zwingend, zieht man all die Theateraufführungen in Betracht, die im Juni draußen an der Berliner Luft stattfinden. Zum Beispiel spricht am 13. Juni Kabarett Kosovo dafür, sich mal ins Amphitheater im Monbijoupark zu trauen. Das Gastspiel aus dem Nationaltheater Priština Weiterlesen

Die Verkündigung des Black Panther-Engels: „Die letzte Nacht des Martin Luther King“ in der Vagantenbühne

Martin Luther King liegt lachend auf dem Hotelbett und auf dem Zimmermädchen. Es ist der Höhepunkt einer ellenlangen Flirtnummer mit vielsagenden Angeboten, verschämten Komplimenten, mit Augenaufschlag und Mundwinkelspiel. Tino Führer in der Rolle des Stars der Bürgerrechtsbewegung und Vanessa Rottenburg als geheimnisvolles Black Panther-Zimmermädchen umturteln sich, umkreisen unzählige Male das große Bett in der Mitte der Bühne, schmachten sich Blicke über die Schulter zu. Ihr Streit über den politischen Kampf der Schwarzen in den USA bleibt in der Inszenierung von Andreas Schmidt stets eingebettet ins Flirt-Narrativ der jungen, charmanten Darsteller_innen, die das durchschnittlich ältere Publikum zu verliebtem Dauerlächeln verführen.

Als der Höhepunkt erreicht ist, sie schließlich auf dem Bett landen, nimmt das Stück – ich atme erleichtert auf – eine überraschende Wendung. Weiterlesen

VORSCHAU: Was tut sich im Februar?

Februar in Berlin heißt für viele gerade Kino: Auf Berlinale-Parties tummeln sich mehr oder weniger wichtige Promis und feiern sich selbst. Und unzählig viel mehr Schauspieler_innen heften sich ein Badge vor die Brust, setzen ein klirrendes Lächeln auf, halten sich an Sektgläsern fest und bemühen sich, den Promis in den Arsch zu kriechen.

Wer darauf keine Lust hat, kann z.B. ins Theater gehen, in die Freie Szene. Da macht man so ähnliche Sachen, aber es wird eher Bier dabei getrunken.

1. Im Ballhaus Naunynstraße bringt die Akademie der Autodidakten DECOLONIZE BODIES! MINDS! PERCEPTIONS! auf die Bühne. Seit Herbst 2014 haben 12 junge Performer_innen unter der Leitung von Janine Jembere sich mit Rassismus Weiterlesen