VORSCHAU: Der Juli kennt kein Sommerloch!

Langeweile im Juli? Angst vor’m Sommerloch? Keine Sorge, die Freie Szene Berlins ruht nie! Denn sie weiß um die alte Bauernweisheit: Was der Juli nicht siedet, kann der August nicht braten. Daher haben wir auch in diesem Monat wieder mehr Tipps für euch als der ambitionierteste Theaterguru packen kann. Weiterlesen

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#PAF16 – Teil III (Samstag) Unterwegs im Prenzlberg

Der Festival-Samstag hat die höchste Veranstaltungsdichte. Und die Veranstaltungen sind über die gesamte Stadt verteilt. Schnell stellt sich die Planungsfrage: Wie komm ich nach der Performance um 16:30 Uhr in Tempelhof zum Tanzstück in Pankow um 16 Uhr…?

Hier ein Vorschlag für den optimal ausgelasteten Tag im Prenzlauer Berg:

Option 2: Ein Tag durch den Prenzlberg

Im Prenzlauer Berg beginnt der Tag natürlich mit Kindertheater. Um 11 Uhr im Theater O.N. am Kollwitzplatz musizieren eine Bassklarinette, Wassergläser und Tenorstimme «Ein Kleines Stück Himmel» herbei. Das Musiktheaterstück reüssierte schon an der Deutschen Oper und ist für Kinder ab 2 Jahren.

stückhimmel

Danach ist genug Zeit für Mittagsnickerchen und Bio-Bärlauch-Rhabarbar-Brei. Ab 13 Uhr gibt’s dann im DOCK 11 die Chance, «15min» allein mit der Performerin Hyoung-Min Kim auf engem Raum zu verbringen und zu erfahren, was ein «Personal Space» ist.

Um 15 Uhr lädt das Ehemalige Stummfilmkino Delphi zur gemeinsamen Standortbestimmung mit der Schaubude ein. Weiterlesen

Bewegung in der Freien Szene: Tag 2 der Nachwuchsplattform beim Performing Arts Festival

Nach dem heutigen Auftakt geht es morgen mit der Nachwuchsplattform auf dem Performing Arts Festival weiter.

Auch am zweiten Tag des Festivals bespielt der Nachwuchs die größeren Häuser der Freien Szene Berlins: Wer möglichst überall hineinschnuppern will, kann zwischen den Sophiensælen, dem Ballhaus Ost und dem HAU pendeln. Es bleibt so divers wie schon am ersten Tag: Installationen, Vorträge, musikalische Performances und Tanz stehen zur Auswahl. Weiterlesen

Performing Arts Festival Berlin: 6 Tage lang 279 x Freie Szene – followed by Unruhe im Oberrang

Am Montag, den 23.5. geht’s los: Das größte Festival der Freien Szene Berlins startet mit über 120 Produktionen in 279 Veranstaltungen. „Festival der Superlative“ schwärmt die taz.

Unruhe im Oberrang goes Festival!

Wir finden: Das ist ein angemessener Rahmen für die Vielfalt der Berliner Freie Szene. Deshalb ist Unruhe im Oberrang dieses Jahr Medienpartner und Unterstützerin des Festivals. Wir helfen den neugierigen Besucher_innen mit Infos&Tipps und begleiten kritisch das Festivalprogramm mit Tagesvorschauen, Kommentaren, Kurzkritiken auf Facebook und Twitter.

Schon die Spielorte des Festivals sind eine Attraktion: Von der Willner-Brauerei bis zur Studiobühne Alte Feuerwache gibt’s Kiezatmosphäre zu schnüffeln. Selten öffnen mit über 50 Spielorten so viele Kunsträume ihre Türen, um die Arbeits- und Lebenswelten Berliner Künstler_innen zu zeigen. Sogar in eine Privatwohnung im Prenzlberg werden die Besucher_innen gelockt. Alle Spielstätten finden sich hier.

Wo soll ich bloß anfangen?

Gäbe es das Programm mit Ankündigungstexten als Buch, ließen sich damit Ratten erschlagen, so breit und vielfältig ist die Auswahl an Veranstaltungen. Auf der PAF-Website findet Ihr hier das Programm. Um damit fertig zu werden und Orientierung zu bieten, veröffentlichen wir jeden Tag Vorschauen auf die spannendsten Events des folgenden Tags. Wichtig zu wissen ist außerdem: Das Festival besteht aus drei Teilen:

1. Der Nachwuchsplattform vom 23. bis 25. Mai.
2. Dem rauschenden Festivalfest am Donnerstag, den 26. Mai.
3. Dem extravaganten Hauptteil, der auch für internationales Publikum geeignet ist, vom 27. bis 29. Mai.

Das heißt also, während der ersten drei Tage kann sich jede_r langsam ans Festivalhoppen herantasten, um dann am Donnerstag wild zu feiern und sich dann mit dem Wochenendprogramm von morgens bis abends den Rest zu geben.

Was passiert morgen?

Hauptspielstätten der Nachwuchsplattform vom 23.-25. Mai sind der Theaterdiscounter, das Ballhaus Ost und das HAU2. Also ab ins Zentrum! Schon am ersten Abend wird das ganze Spektrum präsentiert: Tanz, Solotheater, Publikumsbeteiligung – alles dabei.

1. In Admission to a new reality – Eintritt in eine neue Realität experimentieren die Zeitbanditen* and friends mit Intimität, auf und vor der Bühne des Ballhaus Ost (19 Uhr). Die Frage des Abends: Was könnte ein Glaube sein jenseits von Religion?

2. Oder lieber doch in den Theaterdiscounter? Hier erforschen Sunia Asbach und Darko Radosavljev in Federn lassen choreographisch Bewegungsqualitäten und – dynamiken: Auch hier geht’s um Intimität, aber auch um Sperrigkeit. Eine Performance mit einer ehemaligen Matratze (auch 19 Uhr).

3. Danach schnell, schnell weiter. Um 21 Uhr wagt sich Lois Bartel mit Unordentliche(n) Verhältnisse(n) in beunruhigend chaotische Hörwelten im Theaterdiscounter. In der Doppelvorstellung wirft Felix Lüke in Unser Herr Kießling oder: Gedanken zur Situation Deutschlands mit Lokalkolorit um sich. Er nimmt die Perspektive eines Berliner Politikers ein, woraus eine Stadtrundfahrt der besonderen Art entsteht. Hier der spaßige Trailer.

4. Im HAU 2 hagelt’s um 21 Uhr Sozialkritik – oder doch schon wieder Kunstkritik …? In Das Stück mit der Zweckmäßigkeitsfrage stellt ScriptedReality sich der Fragen von Zweck oder Zwecklosigkeit von Kunst im Kontext von ökonomischer Krise.

5. Um 23 Uhr gibt’s im Theaterdiscounter dann die Mitternachtssuppe. Also auch dafür ist gesorgt.

Wie komm ich an Karten?

Tickets für zahlreiche Veranstaltungen des Performing Arts Festival können über Reservix online gebucht werden. Die Ticketlinks hierfür finden sich bei den jeweiligen Veranstaltungen im Programm. Aber: Für einige wenige Veranstaltungen des Performing Arts Festival ist der Ticketkauf nur direkt über die Veranstaltungsorte/Gruppen möglich. Schaut also ins Programm. Am Wochenende lohnt es sich viel zu gucken: Beim Kauf von 3 Tickets gibt’s einen Rabatt von 10 % auf den Gesamtpreis, beim Kauf von 10 Tickets sogar einen Rabatt von 20%.

Wir wünschen ganz viel Spaß beim Festival!

Eure Unruhe Im Oberrang

Perfoming Arts Festival followed and powered by Unruhe:
Facebook: https://www.facebook.com/PerformingArtsFestivalBerlin/?fref=ts
Twitter: https://twitter.com/PAFBerlin (@PAFBERLIN, #PAFBerlin)
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Zwischen Séance und Leichenschmaus – „Experimenting Müller“ am HAU

Von Marlene Schock und David Meiering

Eine Woche lang nimmt das HAU mit dem Festival Heiner Müller! die Kommunikation mit einem Toten auf: Heiner Müller.Wie viel dabei der Ikone des DDR-Theaters wirklich zugehört, oder doch eher mit sich selber gesprochen wurde, ob seine Leiche dabei genüsslich vernascht oder doch eher im Kerzenschein verehrt wurde – um das herauszufinden besuchten Marlene Schock und David Meiering den Performance-Abend „Experimenting Müller“.

Vier Stücke sind aus der Auseinandersetzung mit Heiner Müller entstanden, drei Performances und ein Film. Eine Stärke des Abends ist, dass trotz der Monothematik des Müller’schen Schaffens sehr verschiedene Aspekte herausgetrennt und in den jeweiligen Stücken behandelt wurden.

Vom Verlust der Utopie und der Einheit der Identität über die Ewige Antike, das Thema der Schuld und des gewaltsam entstellten Körpers bis hin zur Bearbeitung der (kommunistischen) Geschichte   Bruchstücke zahlreicher monumentaler Themenblöcke werden an diesem Abend in den Zuschauersaal geschleudert. Weiterlesen

Ein Ballett in einem Akt – „Schönheitsabend“ von Florentina Holzinger und Vincent Riebeek in den Sophiensaelen

Als „provokantestes Tanzpaar Europas“ werden Florentina Holzinger und Vincent Riebeek von der künstlerischen Leiterin der Sophiensaele, Franziska Werner, angekündigt. In den drei Akten: „Tänze des Lasters“, „Tänze des Grauens“, „Tänze der Ekstase“ will sich das Duo mit queeren Tanzpaaren aus dem frühen 20. Jahrhundert auseinandersetzen und so unter anderem neue Schönheitskonzepte entwickeln. Weiterlesen

Sacré postcolonial : „Mon élue noire“ im 104 in Paris – Eine Fortsetzung der Gedanken zu Sacré im HAU

English version below!

Vorab die Entschuldigung, dass Menschen, die sich in Berlin aufhalten, sich das Stück, um das es gleich gehen wird, nur angucken könnten, wenn sie es in unter 8 Stunden nach Paris schaffen würden und selbst dann wär’s ausverkauft. Je suis desolée. Ich konnte mich trotzdem nicht zurückhalten, nicht nur weil das Stück auch noch im August in Genf zu sehen ist (das wäre ab jetzt selbst zu Fuß mit „ein Hut, ein Stock, ein Regenschirm…“ zu schaffen), sondern weil es wie eine zwingende Fortsetzung zu den an dieser Stelle veröffentlichten Gedanken zu Sacré erschien. Außerdem wurde das Stück in Potsdam entwickelt und uraufgeführt, vielleicht also auch eine Erinnerung daran, dass Berlin auch für andere Dinge als Waldspaziergänge und Seeaufenthalte verlassen werden kann. So. Genug der Vorabentschuldigung.

Alles ist dunkel. Ein Feuerzeug leuchtet auf, eine Pfeife wird angezündet, kurzes Flackern der Flamme, ein rotes Glimmen, dann wieder Dunkelheit. Dieses Spiel wiederholt sich einige Male, während die ersten Takte von Sacré bereits den Raum füllen. Die Pfeife ist das Markenzeichen von Germaine Acogny, senegalesische Choreographin und Tänzerin Weiterlesen

LINK: „Dancing in the pain“ – Zukünftige Formen der zärtlichen Komplizenschaft

Wer’s noch nicht kennt: Das sugarhigh ist ein tolles E-Mail-Magazin mit Kurzbeiträgen über die Berliner Gegenwartskultur – Theater, Kunst, Musik und vieles mehr. Im heutigen Newsletter weist das Magazin auf die Premiere von Jeremy Wades Together Forever im HAU hin – eine interaktive Multimedia-Performance, bei der es um eines der langlebigsten, aufwühlendsten und spannendsten Themen überhaupt geht: ewige Liebe. Weiterlesen

Too much! – „Show Me How“ in der Vierten Welt

Der grossen, blonden Frau in Unterhosen, die strampelnd einen Stuhl plankt und mit ihrer Rechten auf den Boden einhämmert, während sie mit ihrem Transformer-Kopf in einer am Boden stehenden Zimmerpflanze wühlt, versohlt die kleine dunkelhaarige Frau mit Hasenmaske im pinken Bikini über grünem Pulli mit dem langen Schwanz ihres schlappen Plüschtigers den fast nackten Arsch. Dazu Dubstep.

WTF?! Wie um Himmels Willen konnte es nur soweit kommen? Weiterlesen

VORSCHAU: Was geht im Februar?

Wir gehen vielleicht… weil… (Grund) / am… (Datum) / zu… (Stück) / ins… (Theater XY). / (+Zitat)

  • weil sich das gehässige Tagebuch des Philostratos hervorragend für einen Monolog eignet zum Hundertsten von Arno Schmidt am 6. Februar zu Enthymesis in die Brotfabrik (auch 7.-9.2.).

„Ist der frühe Prosatext von Arno Schmidt eine Geschichte über Weltflucht oder eine Hommage an Literatur und menschliche Phantasie?“