„If there’s anything you need…“ – ‚Together Forever‘ im HAU

Foto: Gerhard F. Ludwig

Ganz im Sinne des Leitthemas ‚Zusammensein‘ handelt es sich bei der neusten Performance des Choreografen Jeremy Wade um eine Kooperation mit den Tanz- und Peformancekolleg_Innen Jared Gradinger, Igor Koruga, Liz Rosenfeld und Michael Keuper. Das kollektive Kunstprodukt ‚Together Forever‘ wurde am 28. Februar im HAU uraufgeführt. Nachdem das Medien- und Blogecho überwiegend positiv bis ironisch distanziert ausfiel („nette Wochenendeinstimmung“), hier einige nachträgliche Reflexionen aus dem Oberrang.

In der ersten Szene dieser von Anfang bis Ende als Mitmachspaß angelegten Performance wird das Publikum mit sich selbst als lebendigem Bühnenbild konfrontiert, die Zuschauer_Innen blicken mit einer Mischung aus Neugier und leichtem Unwohlsein auf ihr Spiegelbild. Als Jared Gradinger anfängt Einzelne mit Namen anzusprechen und gewollt intime Fragen zu stellen, schlägt das Pendel eindeutig in Richtung Unwohlsein aus. Weiterlesen

VORSCHAU: Was blüht im März?

Für die Prophezeiung im März haben wir keine Tier geschlachtet und in deren Gedärmen gewühlt. Religiöse Orakelei ist ohnehin nicht mehr ganz zeitgemäß. Wir bedienen uns modernster Technologie und eigens entworfener Listen, und versinken im glasfasernduchzogenen Meer des Web 2.0, zapfen nach naivstem Wissen Big Data an und glauben aufs vermeintlich Unreflektierteste den Pressetexten, die am meisten Sog entwickelt haben. Alles wird gut. Weiterlesen

LINK: „Dancing in the pain“ – Zukünftige Formen der zärtlichen Komplizenschaft

Wer’s noch nicht kennt: Das sugarhigh ist ein tolles E-Mail-Magazin mit Kurzbeiträgen über die Berliner Gegenwartskultur – Theater, Kunst, Musik und vieles mehr. Im heutigen Newsletter weist das Magazin auf die Premiere von Jeremy Wades Together Forever im HAU hin – eine interaktive Multimedia-Performance, bei der es um eines der langlebigsten, aufwühlendsten und spannendsten Themen überhaupt geht: ewige Liebe. Weiterlesen