Ich feier meine Freunde. Ich feier die hart. – «Société des amis. Tindermatch im Oderbruch» im Ballhaus Ost

© Hannah Dörr

Schade, jetzt ist es schon vorbei. Am vergangenen Wochenende zeigten sechs Freunde ihre Version der Fünf Freunde, frei nach den Abenteuergeschichten von Enid Blyton.

„So jugendlich!“ ist so ein Satz, der mir am Wochenende immer wieder in den Kopf kam, dachte ich zurück an den Donnerstagabend, an die Premiere von „Société des amis. Tindermatch im Oderbruch“ im Ballhaus Ost. Jugendlich nicht nur die Stimmung des Abends, jugendlich auch das Konzept.
Jan Koslowski hat zusammen mit fünf seiner Freunde eine eigenwillige Interpretation der berühmten Fünf Freunde von Enid Blyton vorgelegt. (Wobei hier die zahlreichen an der Produktion beteiligten Freunde, die im Anschluss an die Vorstellung zum Verbeugen auftraten, unterschlagen sind!) Jan führte Regie, für die Dramaturgie zeichnete Nele Stuhler verantwortlich. Die Texte wurden kollektiv im Ensemble entwickelt, sie erzählen von Freundschaft, Gemeinschaft und Abenteuer. Der Enid Blyton-Sprech wird darin aufgegriffen (klar!), sowie diverse Termini des Denkers Michel Foucault (auch: klar!), vor allem aus dessen Überlegungen „Von der Freundschaft als Lebensweise„. Wie passend, dass ich mir vorgenommen habe, als eine Freundin des Produktionsteams von dem Stück zu berichten. Kein einfaches Setting, denn so inspiriert ich mich dazu fühle, so befangen bin ich, natürlich. Freundschaften sind empfindliche Strukturen, das zeigt auch dieser Abend.

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VORSCHAU: Was geht? (im Oktober)

Hey, hör mal zu: Hier gehts um einige der unzähligen Premieren im Oktober. Und weil blabla (Grund) gehen wir am dann und dann (Datum) vielleicht zu diesem und jenem (Stück) ins XY (Theater) (auch dann). Denn: „Zitat“.

Klar? Eben. Also…

Weil diese „Nahaufnahme“ dem Thikwa-Urgestein Torsten Holzapfel auf den Pelz rückt, latschen wir am 1. Oktober allenfalls auf den Prenzlberg zu Subway to Heaven im Theater Thikwa (auch 2.-4.10./5.-8.11.). Denn: „Eine Kindheit in der Besenkammer … Da empfinde ich jetzt aber kein Mitleid!“
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Weil der Jan Koslowski in „Les experts de l’internet“ gut war, steigen wir am 2. Oktober noch ein bisschen weiter gen Osten zu #11 Société des amis. Tindermatch im Oderbruch ins Ballhaus Ost (auch 4./5.10.). Denn: „Welche Bedeutung hat Freundschaft heute? Geht es darum, Kategorien zu finden, die meine Freunde von anderen abgrenzen oder Freundschaft als gesellschaftliches Prinzip verteidigen? Und: Warum haben eigentlich Onkel Quentin und Tante Fanny keine Freunde?“
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Weil this Stück results in grotesque hybrids of human being, stage character and film character we might also visit The Emigrants in the English Theatre Weiterlesen