WIR SUCHEN DICH! Wir wünschen uns Verstärkung für Unruhe im Oberrang

Wir suchen Menschen, die sich der Theaterszene Berlins verbunden fühlen und die Lust haben, sich mit kritischen Beiträgen am kollektiv betriebenen Blog Unruhe im Oberrang zu beteiligen. Wir schreiben seit 2012 Theaterkritiken und Essays, machen Vorschauen und Verlosungen, um die freie Szene kritisch zu supporten.

Wir sind ein junges Team mit unterschiedlichen Herangehensweisen ans Theater. Wir treffen uns regelmäßig, besprechen und korrigieren Texte, stehen im Austausch miteinander. Seit unserer Gründung wächst stetig unser Leser_innenkreis, wir werden eingeladen zu Premieren und Gesprächsrunden, arbeiten eng mit Initiativen wie Theaterscoutings zusammen und gehören als unabhängige Stimme inzwischen fest zur Freien Szene Berlins. Wir sind zwar bisher ohne Budget unterwegs, arbeiten aber an Finanzierungsmöglichkeiten.

Wenn Du gern über Theater schreibst, in Berlin lebst und mitmachen möchtest, dann schicke uns doch eine Mail samt Probetext an: deroberrangdrehtdurch@gmail.com. Auch wenn du als theaterinteressierter Mensch uns erst mal im Rahmen eines unserer Treffen kennenlernen möchtest oder dich mit Kenntnissen in Webdesign, Fotografie, Video o.ä. einbringen willst, zögere nicht uns zu schreiben!

Mit besten Grüßen

Unruhe im Oberrang – http://unruheimoberrang.net

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Ein blassblauer Geist auf grauem Untergrund. In der Pilotveranstaltung der Reihe “Fearless Speech“ am HAU setzt sich Alex Demirović mit dem Foucaultschen Parrhesia-Begriff auseinander.

img_0608Gedämpftes Raunen erfüllt den brechend vollen Saal des HAU1. Der Flyer zur heutigen Veranstaltung – himmelblaue Schrift auf glänzend grauem Untergrund – raschelt verheißungsvoll in meiner Hand. Na gut, das ist vielleicht etwas übertrieben. Aber doch spricht schon der große Andrang dafür, dass an den Abend bestimmte Erwartungen geknüpft sind. Neben mir werden enthusiastisch Selfies gemacht. Und ja, auch ich habe den Termin schon vor Wochen in meinen Kalender eingetragen. Trotzdem weiß ich selbst keine unmittelbare Antwort darauf, worin meine Erwartungen eigentlich bestehen. Es geht also um Foucault. Der ist übrigens auch dem Flyer dabei abgebildet, wie er – den Kopf im Nacken – in ein Megaphon brüllt. Ein blassblauer Geist auf grauem Hintergrund.

Hierin liegt erst mal nichts Weltbewegendes, schließlich ist Foucault zumindest in den Geisteswissenschaften nach wie vor omnipräsent, um seine Diskursanalyse ist hier nicht herumzukommen, wohingegen die klassische marxistische Philosophie und die kritische Theorie mehr und mehr an den Rand gedrängt werden.

Wenn sich aber all diejenigen, die hier versammelt sind, jederzeit in eine Foucault-Vorlesung setzen können, wie lässt sich dann die gesteigerte Erwartungshaltung erklären, die unterschwellige Aufregung, die meinem Eindruck nach im Saal herrscht? Vielleicht liegt es daran, dass es sich bei dem Vortragenden um Alex Demirović handelt, einen Alt-68er, der immerhin noch als „echter“ Marxist zu begreifen ist und im Wissenschaftsbetrieb eine gewisse Underdog-Position inne hat.

Oder liegt es am Theater selbst, welches in uns die Erwartung weckt, dass hier etwas anderes als ein „bloßer“ Vortrag stattfinden wird? Weiterlesen

„Er war Elektra, der Vater war Elektriker.“ Die Legende von Dimi und Ela im TAK Theater im Aufbau Haus

They fuck you up, your mum and dad.
They may not mean to, but they do.
They fill you with the faults they have
And add some extra, just for you.

…beginnt Philip Larkins charmantes Gedicht This Be the Verse. Die Vererbung des Scheiterns, der Makel, Ticks und Tragödien, die Umklammerung des eigenen Lebens durch fremde Vergangenheit – dieses literarische Dauerthema zieht sich auch durch Sarah Amanda Dulgeris’ Text Die Legende von Dimi und Ela, der am 19.2. als szenische Lesung im TAK zu hören war und dem eine nochmalige Theateradaption sehr zu wünschen ist. Das Stück erzählt die Geschichte eines Paares, das sich Mitte der 1970er Jahre auf dem Alexanderplatz findet: Die Ostberlinerin Ela wird von einer Freundin dorthin geschleppt, Dimi kommt aus Westberlin, um Schmuggelware zu verkaufen. Als Sohn griechischer Exilanten mythologisch gefirmt erkennt er in ihr seine Eurydike, die Legende beginnt wie jede Legende: Er bietet ihr eine Zigarette an – „und Feuer, damit sie entflammt“.

Schon folgen wir den beiden (behutsam und konzentriert gespielt von Maximilian Rösler und Dulgeris selbst) durch einen so dermaßen verliebten Sommer, das man die unterdrückten Jauchzer des Publikums förmlich spüren kann. Doch der Bösewicht erscheint Weiterlesen

GEWONNEN! VERLOSUNG: „Die Legende von Dimi & Ela“ im Theaterdiscounter

Jeweils 2 Freikarten gehen an Katrin und Linn. Herzlichen Glückwunsch!
Wir freuen uns wie immer über eine hohe Beteiligung und wünschen viel Spaß beim Stück!

Euer
Unruhe im Oberrang

Immer auf dem neuesten Stand bleibt Ihr außerdem auf Facebook und Twitter. Unter dem Hashtag #freikartenberlin gibt’s immer Neuigkeiten zu Verlosungen in Berlin.

Und darum ging’s:

Es gibt wieder etwas zu GEWINNEN! Weiterlesen

LINK: Theaterscoutings im Januar voll in Action

Im Januar in Berlin, irgendwie Lust auf Freie Szene, aber nicht so richtig den Plan, wo und was zuerst? Unruhe im Oberrang hilft – zusammen mit Theaterscoutings. Wir veröffentlichen hier auf dem Blog Monatsvorschauen mit vielversprechende Premieren, liefern manchmal gleich die Karten dazu und informieren zudem auf Facebook über den laufenden Spielbetrieb. Unser Partner Theaterscoutings geht sogar noch einen Schritt weiter, nämlich in die Theater rein. Weiterlesen

LINK: Sommerpause – nix los? Falsch! Theaterscoutings gibt Tipps, was in den nächsten zwei Monaten zu tun ist.

Wir hatten ja schon vor einiger Zeit vor Theaterscoutings gewarnt: Die Avantgarde der Theatervermittlung meint es ernst und wird bei Ignoranz der Berliner Freien Szene gegenüber keine Ausreden mehr gelten lassen. Genauso wenig wie wir übrigens. Gerade im Sommer, wenn die staatlichen Theater Urlaub machen, belebt die Freie Szene die Stadt, mit Theaterstücken und Performances, die alles andere als Lückenfüller sind: Vor allem das gute Wetter ermöglicht Aufführungen, die es während der regulären Spielzeit nicht gibt.

Bevor hier ein detaillierter Überblick über das Berliner Sommerprogramm erscheint, macht Theaterscoutings schon mal neugierig mit allen wichtigen Begleitveranstaltungen zur Freien Szene in den nächsten Monaten. Das heißt: mit Theaterscoutings, Partner vom Unruhe-Blog, kann man einen Blick hinter die Kulissen werfen, Proben besuchen, sich mit der Dramaturgin unterhalten und mit den Künstlern einen heben Weiterlesen

LINK: Die Angst vor der Freien Szene überwinden – Theaterscouting-Programm startet

Freie Szene rules! Es gähnt zwar nach wie vor der Schlund der Prekarität und es scheitern Freie Szene-Produktionen an ihrem Anspruch, um dann z.B. von Unruhe im Oberrang zerrissen zu werden. Aber – und davon sind wir bei Unruhe im Oberrang vielleicht noch mehr überzeugt als viele freie Theaterschaffende selbst – die Freie Szene ist es wert, wahrgenommen zu werden: Hier passieren Sachen, die anderswo nicht passieren. Die Vielfalt der Freien Szene holt auch ein Maxim Gorki Theater als Berliner Staatstheater noch längst nicht ein, diese Vielfalt wird auch nicht erschöpfend vom HAU oder von Festivals wie F.I.N.D. oder Foreign Affairs und erst recht nicht vom Theatertreffen, das gerade läuft, repräsentiert.

Aber wie lernt man die Freie Szene Berlin am besten kennen? Wo fängt man an?

Dafür gibt’s Unruhe im Oberrang, eine ganze Reihe von Theaterblogs und: Dafür startet jetzt das Theaterscouting-Programm als Teil des PAP, ein groß angelegtes, subventioniertes Projekt, das sowohl Lobbyarbeit als auch Unterstützung für Theaterschaffende und Theatervermittlung leisten möchte.

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