Rambo, Sex und Zuschauerinnen auf vier Beinen – Thikwa und Monster Truck präsentieren „Regie“!

Foto von Florian Krauss

Lange nachdem die letzte Zuschauerin den Hochzeitssaal verlassen hat, stehen immer noch die Akteurinnen des Theater Thikwa (Sabrina Braemer, Jonny Chambilla, Oliver Rincke) auf der Bühne der Sophiensaele und tanzen zu deutschem Schlager. Das Ende von „Regie“ unter der Produktion von Monster Truck hatte Volksfestcharakter. Es war ein offenes Ende einer scheinbar freien Regiearbeit der drei Thikwas.

Monster Truck provozierte mit „Dschingis Khan“ (2012) eine Kontroverse in der freien Theaterszene à la Love-It or Hate-It. Sie schufen eine mongolische Völkerschau-Satire und besetzten jene mit den drei Down-Syndrom-Akteurinnen des Theater Thikwa. „Regie“ wirkt nun wie ein Meta-Kommentar auf diese Kontroverse und wirft Fragen der Selbstermächtigung und Emanzipation auf. Und viel interessanter: Was ist überhaupt Regie? Und wie überbrückt man die Kluft zwischen Vorstellung und Realisierung? Weiterlesen

NO LIMITS – Internationales Theaterfestival. Ein Porträt.

Foto: DenisDarzacq

In unregelmäßigen Abständen werden hier vereinzelte Beiträge zum NO LIMITS-Festival erscheinen. Die volle Ladung an Berichterstattung findet ihr auf dem offiziellen NO LIMITS-Blog. Zwei mitschreibende Unruhe-Autoren erdreisten sich und stellen hier gleichzeitig ihre unzensierten, unredigierten Artikel online.

NO LIMITS – Ein Porträt

Das internationale Theaterfestival NO LIMITS mit Künstler_innen mit und ohne Behinderung ist gestern in die sechste Runde gegangen. Seit 2005 findet das Festival alle zwei Jahre statt. Das Ziel? „Uns abzuschaffen.“ Sagt der Festivalleiter Andreas Meder gebetsmühlenartig seit 1997, dem Beginn seiner Arbeit im Feld integrativer Theaterfestivals. Sein Augenzwinkern nicht zu vergessen, da es ein beliebtes und oft das einzige Zitat sei, dass es in eine Berichterstattung schafft. Weiterlesen