Spurensuche im Abwasser: „V“ im Ballhaus Ost

Von einer erhöhten Tribüne aus schaut man auf eine mit Plastikfolie und Neonröhren ausgelegte Bühne, drei mal so breit wie tief. Das Ballhaus Ost scheint dadurch in eine Sportarena verwandelt. Und es findet tatsächlich ein Langstreckenlauf über knapp vier Stunden statt, in welchem Regisseur Daniel Schrader versucht, der Breite und den vielen Nebenschauplätzen von V., Thomas Pynchons Debütroman, gerecht zu werden.

Die Vorteile eines Romans bestehen zuallerst darin, endlos Material schichten und Handlungen gleichzeitig stattfinden lassen zu können, ohne dabei chronologisch vorgehen zu müssen. Mit der Bühne wurde hierauf eine plausible Antwort gefunden. Weiterlesen

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