Schutzraum? Und wenn ja, wie viele? „Schwarz tragen“ im Ballhaus Naunynstraße

„Ich spiele jetzt in so einem Film mit!“ berichtet Joy euphorisch am Küchentisch. Der dauere zwar nur fünf Minuten, aber sie habe sogar Text: „Hilfe! Hilfe!“und „Ich liebe dieses Land!“. Sie solle eine Asylbewerberin spielen. Sie lacht und fragt in die Runde: „Wie kann man das Land lieben, wenn man es gar nicht kennt?“ Nach dem teils gefälligen, teils bitteren Theater-Abend im Ballhaus Naunynstraße , an dem Alltagsrassismus beim Frühstück besprochen wird, lässt sich diese Frage in verschiedene Richtungen wenden, auch in diese: Wie kann man als weiße_r Deutsche_r Berlin lieben, wenn man es gar nicht kennt?

…zumindest nicht aus der Perspektive der Schwarzen WG aus Elisabeth Blonzens „Schwarz tragen“ in der Inszenierung der Filmemacherin Branwen Okpako kennt. Weiterlesen