Jenseits von Intimität: „I hope you die soon“ im HAU 1

Das Wummern setzt ein, schwillt an, ergießt sich durch die Zuschauerreihen im kargen schwarzen Raum, und verebbt. Der Tinitus bleibt.

Zu Beginn von “I hope you die soon“ liegen die beiden Körper von Angela Schubot und Jared Gradinger nahezu regungslos nebeneinander; eine pulsierende Halsschlagader ist der Hauptdarsteller dieser ersten Minuten.

Minimalbewegungen beginnen sich zu entfalten, wie in close-ups verfolgt man gespannt die kleinsten Zuckungen, Impulse der Gelenke und Fingerspitzen, einzelne Körperteile führen eigenständige Choreographien auf.

Ein Zittern und Vibrieren beginnt durch die Körper zu gehen, nicht changierend zwischen, sondern sexuelle Extase, Verzweiflung und medizinisch bedenklicher Zustand in Einem. Weiterlesen

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