VORSCHAU: Was tut sich im Februar?

Februar in Berlin heißt für viele gerade Kino: Auf Berlinale-Parties tummeln sich mehr oder weniger wichtige Promis und feiern sich selbst. Und unzählig viel mehr Schauspieler_innen heften sich ein Badge vor die Brust, setzen ein klirrendes Lächeln auf, halten sich an Sektgläsern fest und bemühen sich, den Promis in den Arsch zu kriechen.

Wer darauf keine Lust hat, kann z.B. ins Theater gehen, in die Freie Szene. Da macht man so ähnliche Sachen, aber es wird eher Bier dabei getrunken.

1. Im Ballhaus Naunynstraße bringt die Akademie der Autodidakten DECOLONIZE BODIES! MINDS! PERCEPTIONS! auf die Bühne. Seit Herbst 2014 haben 12 junge Performer_innen unter der Leitung von Janine Jembere sich mit Rassismus Weiterlesen

LINK: Spielzeiteröffnung 2014/15 in der Freien Szene

Noch hat die neue Spielzeit nicht überall begonnen. Während beispielsweise im Theaterdiscounter und Ballhaus Ost schon seit Anfang September der Betrieb auf Hochtouren läuft, lässt sich das HAU bis zum 1. Oktober Zeit. Wir melden uns irgendwo dazwischen zu Wort, voller Vorfreude und mit dem Verdacht, dass fast überall versucht wird, die Produktivität zu steigern. Jedenfalls stehen noch für Ende September eine Menge spannende Premieren ins Haus.

Seit Donnerstag, dem 18. September laufen in der Vierten Welt gleich zwei Stücke pro Abend: Zusammengefasst unter dem Titel „Fortschritt Karibik“ beschäftigen sich die Performances #progress#karibik und Cantina section four mit (neo-)kolonialer Geschichte in Haiti, entlarven die Ressentiments enttäuschter Entwicklungshelfer und unternehmen den Versuch einer postkolonialen Geisteraustreibung.

Um (deutsche) Kolonialgeschichte geht es auch bei Performing Back Weiterlesen

VORSCHAU: Was läuft im Dezember?

Den Monatsanfang bemerkt man meist durch die fällige Miete. Und durch die Monatsvorschau von Unruhe im Oberrang. Dass auch Theater Miete zahlen und deswegen (gerade die kleinsten) durch Gentrifizierung bedroht sind, war u.a. Thema der letzten tip-Ausgabe mit einem lesenwerten Artikel von Peter Laudenbach. Allerdings: Die hier formulierten Lösungsansätze haben nicht mehr viel mit den kleinen Theatern zu tun und um Gentrifizierung geht’s am Ende sowieso nicht mehr. Wir gehen derweil ins Theater, ob sie schon als Standortfaktor gelten oder nicht.  Aus der Aufführungsvielfalt der kleinen Berliner Bühnen haben wir – ganz skrupellos – für den Dezember eine Handvoll Premieren herausgeklaubt. Wie immer gilt: Hingehen auf eigene Gefahr, es können gute Stücke darunter sein! Weiterlesen