Branchentreff der freien darstellenden Szene 2016 beginnt am Donnerstag 6.10.

bildschirmfoto-2016-10-05-um-11-12-07Das Branchentreff der freien darstellenden Szene 2016 findet dieses Jahr vom 6.10. bis 8.10. im Heimathafen Neukölln statt. Weiterlesen

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VORSCHAU August: #immernochkeinsommerloch

 

Das Gute am Sommer, wenn kein Sommer ist: Es gibt ganz neue Optionen! An die Stelle von See, Federball und Sonnenbrand rücken in diesen kaltnassen „Sommer“-Tagen: endlich mal den Péter Nádas lesen (indoors!), Toni Erdmann im Neuen Off schauen, mit Googles Algorithmus DeepDream rumexperimentieren (siehe Foto), Angela Merkel und Christoph Schlingensief in Der heiße Stuhl von 1992 anschauen und – die Bühnen dieser Stadt!

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Wilmersdorf! Und Kreuzberg, Neukölln, Mitte, Prenzlauer Berg und Schöneweide! Unsere Mai-VORSCHAU zeichnet ein Berliner Theater-Streckennetz.

Der Mai ist für die deutschsprachige Theaterlandschaft, was der Dezember für die Dienstleistenden der Weihnachtsmarktbranche ist: Man trifft sich, man misst sich, man tauscht sich aus. Dies geschieht vor allem im tiefen Westen der Stadt, beim Theatertreffen der Berliner Festspiele. Unser Autor Janis El-Bira berichtet als rasender Reporter des Theatertreffen-Blogs übrigens live über die Geschehnisse desselben.

Abgesehen von diesem Tête-à-Tête der Großen – oder der vermeintlich Großen – des Theaters haben wir einige Produktionen aufgetan, die es attraktiv machen, diesen Monat nicht dauernd in die U-Bahn zur Spichernstraße, zum Haus der Berliner Festspiele, zu steigen, sondern eben auch mal in die U8, die U2, die U6 oder die U7.  Weiterlesen

Erfolgreiches Kidnapping – „Baba oder mein geraubtes Leben“ im Heimathafen Neukölln

Bild: Verena Edel

„Ladies and gentlemen, welcome on bord…“, die Stewardess befestigt einen riesigen, verstaubten Orientteppich an einem Seilzug. Sinan fliegt von Deutschland nach Dubai, zu seinen leiblichen Eltern. Er wird von seinen Brüdern lautstark begrüßt: Sie hauen ihm herzhaft auf den Rücken, sie kleiden ihn ein mit Kufiya und langem Gewand, stellen ihn der gesamten Verwandtschaft vor. Nebenbei bekommt Sinan eine junge Frau zur Heirat angeboten, Pläne für seine Zukunft werden geschmiedet, damit aus ihm etwas Vernünftiges wird und kein Schauspieler. Im Orientteppich allerdings klafft ein Loch durch das Sinan schlüpft: Seine Zukunft sieht er mitnichten in Dubai bei seiner aus dem Irak geflüchteten Familie…

…sondern zuhause in Deutschland. Sinan Al Kuris Leben wurde geraubt. Weiterlesen

Rixdorfer Posse: „Zum feuchten Eck an der Sonnenallee“ im Heimathafen

Besonders in Bezug auf Neukölln bringt die Debatte um Gentrifizierung ununterbrochen verschiedene Phobien hervor. Gleichzeitig entstehen ungewöhnliche Formen der Solidarisierung und Identifikation: Spanier werden geschmäht, aber Portugiesen sind willkommen, Hip Hop ist Teil der Bezirks-Kultur, Jutesäcke Zeichen feindlicher Übernahme und die Eckkneipe wird Symbol einer vergangenen, goldenen Zeit – so oder so ähnlich tönen z.B. seit längerem Beiträge auf dem Internet-Sender “Freies Neukölln”. Und auch bei der jüngsten Uraufführung von “Zum feuchten Eck in der Sonnenallee” im Heimathafen in der Karl- Marx-Straße geht es vor allem um Identitätsstiftung und Gemeinschaftsgefühl, aber auch ganz nebenbei die Umdeutung des  (schlechten) Rufs von Neukölln.

In der aufgedrehten Musical-Komödie sieht man ein Neukölln des solidarischen weiblichen Proletariats, wobei das schablonenartige Verbraten der Protagonistinnen (die renitente Kneipière, die lüsterne Prostitu­ierte und die naive Putzfrau) an Schlüpfrigkeit kaum zu überbieten ist, wie schon der Titel erahnen lässt. Weiterlesen

Let’s break free! „Der Firmenhymnenhandel“ im Heimathafen Neukölln

 

In a world of deep confusion theres so much going on, we need a burning vision, a dream to make us strong. […] Are you ready for adventure, are you ready for something strange, are you ready for the future, are you ready for the change.“

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„Fun ist ein Stahlbad.“

Wem es abwegig erscheint, eine Verbindung zwischen diesen beiden Zitaten herzustellen, dem ist ein baldiger Besuch im Heimathafen zu empfehlen. Die Zusammenführung von den absurdesten Blüten des kapitalistischen Legitimationsbetriebs1 und Versatzstücken einer kulturkritischen Interpretation derselben2, ist Programm im Firmenhymnenhandel, dem Hybridgebilde aus Theaterstück, Musical und Videoclips von Thomas Ebermann, das am 8., 9. und 10. Dezember in Neukölln seine Berlinpremiere feiert. Weiterlesen