Langweilig ist gut – der „Stalker“ im HAU 2

Die Dunkelheit überfällt uns mit einem Donnergroll. Markerschütternd und minutenlang wummert sie und dröhnt. Dazu blechernes Ächzen – mal hier, mal da. Ganz plötzlich stockdunkel und so verdammt laut. Wer die Augen zusammenkneift, erspäht vielleicht doch etwas. Ganz hinten im Bühnenschwarz, ein riesiges Etwas, eine grosse Bewegung. Oder doch nicht? Man hat das Verlangen, nach vorne zu gehen, um nachzusehen – und schon beim Gedanken daran sträuben sich die Nackenhaare. Weiterlesen

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LINK: „Fleisch geworden“ auf nachtkritik.de über den „Social Muscle Club“ in den Sophiensälen

Der „Social Muscle Club“ traf sich am Mittwoch in den Sophiensälen zum zweiten Mal. Das Klub-Prinzip: Jedes Mitglied schreibt auf einen ersten Zettel, was es geben will und auf einen zweiten, was es gern hätte.
Ich selbst war auch dort, und hab mir Unterricht beim Grafiker gewünscht. Als Gegenleistung wohnt der Grafiker nun bei mir, wenn er mal in Basel ist. Bei anderen ists gleich ein Tattoo geworden – das erste wohlgemerkt. Für Georg Kasch der Grund, um auf nachtkritik.de über Handlungen nachzudenken, die aus dem Theaterrahmen springen. Das Flüchtige, so sage man doch, sei das Schöne am Theater. „Was aber ist dann mit dem Bleibenden?“

Ich bin im Himmel und ich bin allein! – “4:3″ zum Abschluss des No Limits-Festivals

Foto: Only The Best

Das Theaterkollektiv Tibaldus en andere hoeren (dt. Tibaldus und andere Huren) und das Theater Stap aus Belgien zeigten „4:3“ zum Abschluss des No Limits-Festivals

Muttergott trägt Gesundheitsschuhe, Bundfaltenhose und einen Wollpulli mit Teddybär drauf. Schwer atmend steht Nancy Schellekens auf der Bühne. Sie ist „Muttergott“, die Übermutter, Mutter aller Menschen. Eine dicke, kleine Spießerin mit Fransenhaar, Lesebrille, Ohrring-Plunder und Plastikdiadem. „Ich bin im Himmel und ich bin allein“ sagt sie und keucht. Weiterlesen