JULI-VORSCHAU: Wir haben für euch die Wüste durchkämmt.

Im Juli ist ja nicht gerade viel los. Drum haben wir mal intensiv die unzähligen Häuser und Zimmer durchkämmt. Vielleicht ist ja das eine oder andere für euch dabei.

Wenn du zum Beispiel neue Erzählkunst geil findest und dich «außergewöhnliche Performances aus dem hohen Norden» reizen – bis 12. Juli laufen noch die Finnland Wochen Festivaali! im THEATERDISCOUNTER. Drei Wochen lang präsentiert dieser «einige der derzeit spannendsten Künstler_innen der finnischen Performance Szene».

«Wir sind voller Vorfreude auf finnischen Charme und finnische Exaktheit, auf schrägen Humor, körperliche Annäherungen und große Themen, neu verhandelt.»

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A propos Erzählkunst: Wenn du in einer «Arena kultureller Ausdrucksvielfalt» mit Theater, Musik, Ausstellung, Lesung, Spiel und Picknick rumspazieren möchtest – im Reichenberger Kiez nehmen die Kreuzberger HofFestSpiele vom 1. bis 3. Juli im THEATER EXPEDITION METROPOLIS verschiedene Impulse des Stadtteils auf und setzen diese künstlerisch um. In diesem Jahr steht aus der türkischen Kultur inspirierte Erzählkunst im Mittelpunkt.

«Eine Kunst der Versammlung, die für Selbstorganisation und Teilhabe steht.»

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Auch ab heute kannt du dabei zusehen, wie das Thikwa-Ensemble und die Aktionskünstlerin Anne Tismer «sehr surreal» sind. Was das bedeutet? Keine Ahnung. Aber zu sehen im THEATER THIKWA vom 1. Juli bis zum 4. Juli täglich um 20 Uhr Der diskrete Schwarm der Bourgeoisie. Die Version von Thikwa und Tismer sei ein Gesamtkunstwerk, und eine Liebeserklärung an die bürgerliche Gesellschaft des 20., 21. und 22. Jahrhunderts.

«Die gesamte künstlerische Aktion orientiert sich an Luis Buñuels Film „Der diskrete Charme der Bourgeoisie“. Das Thikwa-Ensemble und die Aktionskünstlerin Anne Tismer versuchen alles ganz genau so zu machen, dabei sind sie sehr surreal.»

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Interessierst du dich für Tanz und hast Bock auf einen erhellenden Workshop im ACKER STADT PALAST? Nur am 2. Juli um 18:30: Try & Talk: How did I learn to love her.

«Diese Tanzvorstellung hinterfragt, inwieweit die Technologisierung der Gesellschaft in das Privatleben Einfluss nimmt.»

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Einen modernen Rotkäppchen-Theater-Thriller gäb’s in Hard Candy vom 3. Juli bis zum 5. Juli täglich um 20 Uhr im THEATER UNTERM DACH (die kommunale Spielstätte unter der Trägerschaft der Stadtteile Prenzlauer Berg, Weissensee und Pankow).

«Die 14-jährige Hayley lernt im Chat den Fotografen Jeff kennen. Die beiden geben ein ungleiches Paar ab, der Beginn einer ungewöhnlichen Liebesgeschichte? Nach und nach entblättern sich beide Figuren bis sie einander ohne Schutzhüllen gegenüber stehen.»

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Du möchtest dir heimlich wieder mal Amateurklamauk geben? Dann schleich dich zwischen 3. Juli und 5. Juli (täglich, immer 20 Uhr) in die BROTFABRIK zu Yvonne, die Burgunderprinzessin: Eine groteske Tragikomödie über ein narzisstisches Königreich.

«Als der von allem gesättigte und gelangweilte Prinz sich aus Trotz ausgerechnet in eine dumme und hässliche verliebt, steht alles zunehmend Kopf.»

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Lust auf eine kurze Houseclub-Session mit Schuljungs und -mädchen? In Unerhört in 3D erforschen Klässler mit einer Choreografin und Performerin das Geräuschemachen als performative Praxis. Der Performanceablauf (nur am 10. Juli um 14 Uhr im HAU3) ergibt sich aus Filmmaterial. Das Publikum sieht beides: die Performance der Geräuschemacher und das Originalfilmmaterial.

«Ausgehend von Szenen aus Spielfilmen und Musikvideos wird die Soundkulisse selbst erzeugt: Geräusche werden hergestellt, Texte nachsynchronisiert, Tanzsequenzen als Danceokee imitiert und alles live zu etwas Neuem zusammengefügt.»

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Solltest du bei den Temperaturen ganz anarchisch unterwegs sein, kannst du im THEATER IM KINO (Tik Süd) letztmals der großen Staatsverwesung beiwohnen. Am 10. und 11. Juli zersetzt das Ensemble des Performancekollektivs Girl to Guerilla ein fiktives Estland im 21. Jahrhundert. Mit von der Partie sind Pokemon und der syrische Augenarzt Bashar Al Assad. Text G.A. Beckmann.

„Es ist etwas faul im Staate Estland“

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Wenn du zeitgenössischem Zirkus eine Chance geben willst: den gibt’s inklusiveSound-Design, Theater, Tanz, Comedy und Akrobatik bei InPulse Berlin! Tortured Mind im THEATERDISCOUNTER verbindet ab 15. Juli alles zu einem «unterhaltsamen Bühnenspektakel für laue Sommernächte». Hier geht’s um einen Psychiater, der seinen Patienten mit fragwürdigen Methoden zu behandeln versucht. Das Publikum wird in den Kopf dieses zweifellos verwirrten Mannes hineingesogen. (Voraufführung: Mi 15./16. Juli, Premiere: 17. Juli. Im Rahmen von Theaterscoutings Berlin: 22. Juli, 19:30 Uhr: Einführung zum Thema «Zeitgenössischer Zirkus». 23. Juli: im Anschluss Zuschauergespräch. Weitere Vorstellungen: 18./19./22.-26. Juli)

«Die Kulisse beginnt sich zu wenden, als die Praxis des Psychiaters sich langsam zum Spielplatz der Protagonisten verwandelt. Wer therapiert hier eigentlich wen?»

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Ebenfalls im DISCOUNTER gäb’s noch einen Skakespeare über Rassismus und Eifersucht, erzählt als komplexe soziodynamische Verstrickung, im Abwärtstaumel vorangetrieben von Zuschreibungen. Hui. Von 23. Juli bis 26. Juli täglich ab 20:30: Othello – I know I’m the only one.

«Gesellschaftliche Rollen haften an Menschen wie mit dem Fleisch verwachsene und zum Gesicht gewordene Masken.»

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Auf eine nächtliche Expedition auf Berliner Gewässern kann man sich in Herz der Finsternis mit dem THEATER DER MIGRANTEN begeben. Gemeinsam mit Geflüchteten, die es geschafft haben, über Grenzen und Meere hinweg nach Berlin zu kommen, entwirft das Ensemble eine Performance mit (post)industriellen Räumen, Textcollagen, futuristischem Sound und changierenden Figuren. Am 24. Juli (auch 25./31.7/1.8.) geht’s jeweils um 21 Uhr beim FLUTGRABEN E.V. los.

«Jenseits von Gesetz, Zeit und Logik führt diese Bootsfahrt nach Sonnenuntergang durch Berliner Schifffahrtskanäle hinein in eine geheimnisvolle Zone. In Anlehnung an Joseph Conrads kolonialkritische Novelle «Herz der Finsternis» gehen alle auf eine irrlichternde, theatrale Expedition.»

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