Doppelte Einlasskontrollen für effektivere Kulturinstitutionen?

Azubis, HarztIVler, Studierende u.a. kennen das Problem: Es ist nervig, wenn man mit Bekannten ins Theater möchte und eine_r die ermäßigten Karten für alle abholt. An der Kasse müssen alle Ermäßigungen vorgelegt werden, um die Karten zu bekommen. Also muss man sich vorher getroffen haben, damit eine Person alle Ermäßigungen einsammelt und während die Person die Karten holt, können die anderen nicht die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen. Deswegen macht man sich Kopien, die argwöhnisch beäugt oder nicht akzeptiert werden.

Im Deutschen Theater werden nun – wie vor ein paar Tagen erlebt – direkt am Einlass die Ermäßigungen mit den Eintrittskarten kontrolliert. Das vereinfacht das ganze Prozedere, könnte man meinen, weil man an der Kasse nicht alle Ermäßigungen beisammen haben muss. Leider ist das Gegenteil der Fall: Es wird doppelt kontrolliert, am Einlass UND an der Kasse.

Davon abgesehen, dass das ein Aufwand ist, der den Kartenknipser_innen sicher auch nicht Spaß macht – glaubt das DT, so ließen sich Barrieren abbauen wie bei der Fachtagung „Mind the Gap“?

Und wenn sich tatsächlich massenhaft Personen, die nicht berechtigt sind, Ermäßigungen zu erhalten, ins Theater schummeln und dadurch die Kulturinstitutionen an den Rande des Zusammenbruchs führen, wäre das nicht ein Grund, wieder über günstigeren Zugang zu öffentlichen Einrichtungen zu reden?

Foto: Aufführung von „Dümmer als die Polizei erlaubt“ in der Turnhalle von Schienen.

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