LINK: Theaterscoutings führt hinter die Kulissen der Freien Szene Berlins

Jan Brokof / João Laureiro

Der Oberrang ist nicht der einzige Ort, an dem monatlich Vorschauen rund um die Freie Szene in Berlin erscheinen. Auch unser Partner Theaterscoutings hat für Oktober ein feines Programm zusammengestellt: Backstagebesuche, Künstlergespräche, Diskussionen und Arbeitsprozesse miterleben.

Als speziellen Programmpunkt gibt es diesen Monat „Backstage in Berlins Mitte“ am 18. Oktober. Regisseurin und Autorin Susanne Chrudina führt hinter die Kulissen des Theaterdiscounters, des Theaterhaus Mitte und des TAK-Theater Aufbau Haus. Warum man sich das nicht entgehen lassen sollte, erklärt am besten Chrudina selbst:

Die freie Tanz- und Theaterszene Berlins ist groß, facettenreich und ständig in Bewegung. Da fällt es nicht immer leicht, sich zu orientieren oder sich einen Eindruck zu verschaffen, was das eigentlich ist: die freie Szene. Das geht selbst uns Theatermenschen manchmal so, die sich in ihr bewegen und arbeiten. Deshalb ist es mir eine große Freude, Gäste mit auf die Reise durch diesen Dschungel zu nehmen, sie hinter die Kulissen der wichtigen Produktions- und Spielorte zu führen, und sie mit Künstlern, mit Kollegen und Kolleginnen, bekannt zu machen und ins Gespräch zu bringen. Außerdem gibt es viel zu erkunden über die spannende Geschichte und Architektur der Theaterorte, und damit letztlich über Geschichte und Wandel Berlins. Sicher eine schöne und intensive Art, einen Nachmittag in dieser Stadt zu verbringen.“

Arbeitsprozesse und Publikumsgespräche

Die seltene Möglichkeit, den Arbeitsprozess eines Theaterstücks mitzuerleben, bietet sich bei der Probe von „främmt“, dem neuen Stück des Theaters Strahl. Einen Monat vor der Premiere sind Schauspieler und Regisseur gespannt auf Feedback im anschließenden Gespräch.

Die Vierte Welt versucht mit Performance und Publikumsgespräch den Eurozentrismus hinter sich zu lassen und wagt einen multiperspektivischen und -sprachlichen Blick Richtung Paradies („Fortschritt Karibik“, Vierte Welt Kollaborationen).

Warum arbeiten wir, und wie wäre es, überhaupt nicht mehr zu arbeiten? – fragt die Agentur für Anerkennung in „Nach der Arbeit“ (Theater unterm Dach) und nimmt den Tod der Arbeit als Ausgangsszenario und stellt sich ein alternatives, utopisches Gesellschaftsmodel vor. Das Publikum ist dazu eingeladen, nach der Vorstellung in einem Gespräch mit den Künstlern auf dieses spannende Thema zu reagieren und sich auszutauschen.

Klassischen Stücken in unklassischer Bearbeitung widmet sich das Theater RambaZamba: Das Ensemble verwandelt Sophokles’ „Philoktet“ in einen modernen Politkrimi. Am 27.10., gleich im Anschluss an die Aufführung, kann man das Gesehene in gemütlicher Runde mit den Künstler besprechen.

Das Kollektiv andcompany&Co. konfrontiert in „Orpheus in der Oberwelt: Eine Schlepperoper“ den Mythos des Orpheus mit der Realität des Sterbens unzähliger illegaler Einwanderer am Rande Europas: Der “Friedhof der illegalen Einwanderer“ liegt auf dem Gebiet des antiken Thrakiens.

Und hier geht es zum kompletten Oktoberprogramm des Theaterscoutings.

Titelbild: Jan Brokof / João Laureiro

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s