VORSCHAU: Was geht? (im Oktober)

Hey, hör mal zu: Hier gehts um einige der unzähligen Premieren im Oktober. Und weil blabla (Grund) gehen wir am dann und dann (Datum) vielleicht zu diesem und jenem (Stück) ins XY (Theater) (auch dann). Denn: „Zitat“.

Klar? Eben. Also…

Weil diese „Nahaufnahme“ dem Thikwa-Urgestein Torsten Holzapfel auf den Pelz rückt, latschen wir am 1. Oktober allenfalls auf den Prenzlberg zu Subway to Heaven im Theater Thikwa (auch 2.-4.10./5.-8.11.). Denn: „Eine Kindheit in der Besenkammer … Da empfinde ich jetzt aber kein Mitleid!“
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Weil der Jan Koslowski in „Les experts de l’internet“ gut war, steigen wir am 2. Oktober noch ein bisschen weiter gen Osten zu #11 Société des amis. Tindermatch im Oderbruch ins Ballhaus Ost (auch 4./5.10.). Denn: „Welche Bedeutung hat Freundschaft heute? Geht es darum, Kategorien zu finden, die meine Freunde von anderen abgrenzen oder Freundschaft als gesellschaftliches Prinzip verteidigen? Und: Warum haben eigentlich Onkel Quentin und Tante Fanny keine Freunde?“
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Weil this Stück results in grotesque hybrids of human being, stage character and film character we might also visit The Emigrants in the English Theatre on October 2nd (also 3./4./9.-11.10.). Cause: „It increasingly seems as though they are a chasing a ghost that is not to be found on any of the three levels, leaving them prisoners of a grand idea.“
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Weil wir die Abschlussinszenierung des Bühnen – und Kostümbildstudenten Robert Kraatz (Kunsthochschule Berlin – Weißensee) sehen wollen, und weil der Palast ein geiler Ort ist, zieht es uns am 2. Oktober auch zur Uraufführung von Der Eindringling in den Ackerstadtpalast (auch 3.10.). Denn: „Gemeinsam mit all meinen immer zahlreicher werdenden Nächsten, bin ich – sind wir tatsächlich die Anfänge einer Mutation.“ (Jean-Luc Nancy, L’Intrus)
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Weil einige von uns noch nie im Kreuzberger Garn-Theater beim Film- und Theaterschauspieler, Intendant, Regisseur, Bühnenbildner, Synchronsprecher und Dramaturg Adolfo Assor waren und sehen möchten, wie er sieben Figuren spielt: Intermezzo am 3. Oktober im Garn-Theater (auch 4.-6./9.-13./16.-20./23.-27./30./31.10.). Denn: „Ein Spiel mit der Sprache… mit der Bedeutung von Sprache… über das Absurde und die Relativität der Sprache.“
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Weil wir das Zitat unten so schön finden, weht es uns am 3. Oktober hoffentlich zur Uraufführung der „post-optimistischen“ Komödie Das kurze Leben ins Theater Zukunft am Ostkreuz (auch 04./17./18./30./31.10. & 22.11.). Denn: „Dolores, die Schmerzensreiche, eine Frau mit Vergangenheit, weht herein. Sie trägt die Maske der Verführung und einen schweren Koffer. Die Zukunft ist möglicherweise schon vergeben, aber das Glück ist vielleicht noch zu haben.“
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Weil die wenigsten von uns schon dort waren, Puppentheater ab 2 ½ Jahren vermissen und Freude an den kleinen Dingen haben möchten, holen wir uns am 4. Oktober in der Brotfabrik Ein Stück Glück (auch 11.10.). Denn: „Ein Geschenk, das mich nicht meint, wenn die Freude im Hals stecken bleibt, wenn Wunder geschehen und die Welt sich verrückt, dann ist es manchmal Glück. Das Glück einer Berührung, ein Kitzeln, ein Glitzern, ein Schweben und Beben, der Kuss eines Windes, das Glück eines Kindes.“
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Weil es vielleicht mehr als nur Klamauk ist: Am 7. Oktober zu Vorhaut ins Ballhaus Naunynstraße (auch 8./10.-13.10.). Denn: „Es reicht mir! Ich fordere hiermit die sofortige Beendigung der Unterdrückung der Mehrheitsgesellschaft.“ „Alter! Was für’ne Mehrheit? Guck dich doch mal um!“
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TIPP!!! Weil ich zum Alex ans Ende der Welt will, geh ich am 11. Oktober zur Performance, zum Betrachten des Sonnenuntergangs, zu Funerals and Rituals, zu Schlafpausen und Kleidertausch, zu Verpflegung, Workshops und Relaxshops und zum Tanzen: Weird Survival Trainings Camp / Steigende Zeiten. Die Zukunft erhebt!. Aus dem Theaterdiscounter. Dresscode: „Komm so, wie Du nicht gehen willst. Deine Kleidung soll sich ändern!“ Got it? (Auch 12.10.) Denn: „Andere Phasen kommen auf uns zu. Für manche werden es bessere Zeiten sein, für andere schlechtere. Aber alle müssen sich präparieren. Its a Camp. Lets survive!“
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Weil Studierende des Szenischen Schreibens (UdK) neue Texte vorstellen, Studierende der Regie (HfS Georg Busch) inszenieren und Studierende des Schauspiels (UdK) lesen und spielen, pilgern wir am 11. Oktober zu Werkstatt Neue Stücke 2014 ins bat-Studiotheater (auch 12.10.). Denn: „Zwei Hochschulen, drei Studiengänge, zwei Wochen Proben.“
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Weil sie nackt und peinlich sind und einer Maus die Haut abziehen, will ich am 17. Oktober in den Sophiensaelen die Freischwimmer 2014/2015 – Intim sehen. Drei Performances: Strip Naked, Talk Naked im Festsaal, Theater der Peinlichkeit im Hochzeitssaal und Mohrle – Eine Fabel in der Kantine (auch 18.10.). Denn: „In einem dunklen Studio sitzen zwei bekleidete Männer auf einem Sofa. Eine Frau tritt vor, streift ihren Bademantel ab und steht nackt im Licht vor ihnen. (…) Dabei sind wir im Grunde doch alle seltsame EinzelgängerInnen mit seltsamen Vorlieben, die sich viel öfter verbunden fühlen müssten. Denn was soll das eigentlich sein: peinlich? (…) Die Live-Präparation einer Maus – von der Häutung über das Ausstopfen bis zum szenischen Arrangement.“
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Weil wir uns die letzten verzweifelten Rettungsversuche, erbitterten Wortgefechte und tumultartigen Szenen vor dem Absturz reinziehen wollen, reisen wir am 29. Oktober vielleicht zur Uraufführung von Das Ende der SED – Die letzten Tage des Zentralkomitees der SED im Theater 89 (zu Gast im Theater Brandenburg) (auch 5./7./9.11. andernorts). Denn: „Tonmitschnitte der letzten Sitzungen des SED-Zentralkomitees, die zu DDR-Zeiten strengster Geheimhaltung unterlagen und niemals veröffentlicht werden sollten, offenbaren die damaligen Vorgänge im innersten Machtzirkel der SED.“

Wohin zieht’s dich?

(Bild: Adolfo Assor, Garn Theater, garn-theater.de)

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