LINK: „Dancing in the pain“ – Zukünftige Formen der zärtlichen Komplizenschaft

Wer’s noch nicht kennt: Das sugarhigh ist ein tolles E-Mail-Magazin mit Kurzbeiträgen über die Berliner Gegenwartskultur – Theater, Kunst, Musik und vieles mehr. Im heutigen Newsletter weist das Magazin auf die Premiere von Jeremy Wades Together Forever im HAU hin – eine interaktive Multimedia-Performance, bei der es um eines der langlebigsten, aufwühlendsten und spannendsten Themen überhaupt geht: ewige Liebe.

Liest sich reizvoll, was die da schreiben: „Der amerikanische Choreograph und Tänzer Jeremy Wade ist inzwischen weithin bekannt für seine interdisziplinären Arbeiten, in denen Theater, Tanz, Performance und Zeremoniell zueinanderfinden. Dabei geht es Wade nicht zuletzt darum, das Publikum an der Entstehung seiner Stücke zu beteiligen. Seine Arbeiten erschaffen eine „Menschenmaschine”, die Gefühle und Gedanken produziert, indem sie unerwartete Momente und Interaktionen provoziert, die nicht selten in Komisch-Absurdes münden. Manchmal entwickelt diese Maschine aber auch eine Intensität, die an schamanische Initiationsrituale erinnert. In Wades erfrischend anarchischer und gleichzeitig auf geradezu provokative Art ernsthafter Ästhetik kommen jene Paradigmenwechsel zum Ausdruck, für die sowohl der Filmemacher Jack Smith als auch Charles Ludlam mit seinem visionären „Theater des Lächerlichen” stehen, und lässt gleichzeitig an den missionarischen Eifer anderer 60er-Jahre-Theatermacher wie das Living Theater denken.

Heute Abend, einen Tag vor der eigentlichen Premiere, präsentiert Jeremy Wade eine öffentliche Probe seiner aktuellen Arbeit Together Forever. Die Inszenierung ist eine Zusammenarbeit Wades mit den Tänzern und Choreographen Igor Koruga und Jared Gradinger, der Performance-Künstlerin und Filmemacherin Liz Rosenfeld und dem bildenden Künstler Michiel Keuper. Thema des Abends sind nicht so sehr die klassische romantische Zweierbeziehung, sondern „Fürsorge und Formen der zärtlichen Komplizenschaft”, Abhängigkeit und Solidarität. Der Abend behandelt nicht zuletzt die Frage, wie zukünftige Formen der Gemeinschaft jenseits der Paarbeziehung aussehen könnten. Tipp: Kommt hungrig; vegan gegessen wird nämlich auch — und zwar von einem Tisch, den das Publikum deckt.“

(Bild: sugarhigh.de)

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