Angst vorm Spiegelbild? „Ich rufe meine Brüder“ im Ballhaus Naunynstraße

Es ist der Tag nach dem Selbstmordanschlag in Stockholm 2010, der jetzt überall im Fernsehen besprochen wird. Amor (Jerry Hoffmann) streift von Paranoia getrieben durch die Stadt, sein Handy in der einen, sein Messer in der anderen Tasche. Von Telefonaten und Erinnerungen heimgesucht ruft er seine „Brüder“ an. Aber wer ist tatsächlich ein Bruder? Was passiert, wenn die Paranoia sich nach innen wendet?

Michael Ronen inszeniert das Stück des schwedischen Autors Hassen Khemiri mit elegantem Flow, unterstützt durch die Schwarz-Weiß-Animationen von Olivier Durand, die sich in Interaktionen mit den Darsteller_innen mal zu Fantasie-Comic-Helden und mal zum Großtadtdschungel transformieren. Die Koproduktion von Ballhaus Naunynstrasse und dem Landestheater Niederösterreich in Komplizenschaft mit dem Maxim Gorki-Theater setzt in dieser Spielzeit einen Akzent. Eine erstaunlich groovige Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Ängsten, die noch am 5., 7. und 8. Februar in der Naunynstr. 27 läuft.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s